Lebensberichte

Alles ist neu geworden!

Renate:

Aufgewachsen bin ich in Haidershofen bei Steyr, als Jüngste von 6 Kindern. Meine Eltern waren /sind katholisch und so sind wir Kinder auch jeden Sonntag in die Kirche gegangen. Ich, bis ich ca. 14 Jahre alt war. Außer den üblichen großen kirchlichen Festen ist mir aus dieser Zeit nichts in Erinnerung geblieben. Auch der Religionsunterricht in den Schulen hat keinen besonderen Eindruck hinterlassen und schon gar kein biblisches Wissen.
Als junge Frau wandte ich mich der Esoterik zu. Ich machte verschiedenste Kurse und Seminare, wobei das wichtigste für mich war, mich selber zu finden – mein wahres Ich und meine Bestimmung auf dieser Welt.

Vor ca. 6 Jahren begann meine beste Freundin nach Gott zu suchen und mit den Zeugen Jehovas die Bibel zu studieren. Wir sprachen oft über Gott und die Bibel, und mich beeindruckte, wie gefestigt sie war, wenn ich über die Weltzustände am Boden zerstört war. Ich begann mit ihr die Bibel zu studieren. So recht überzeugt war ich nicht, erkannte aber trotzdem, dass Gott der einzig richtige Weg zum Frieden ist. Also betete ich zu Gott, mir diesen Weg zu zeigen. Dann bekam ich ein Buch von einem Bekannten geschenkt, in dem ehemalige Zeugen Jehovas ebenfalls weiter nach der Wahrheit suchten und zu Jesus fanden.Das bewegte mich, ich begann im Internet nach einer Bibelrunde in Linz zu suchen und fand die Web-Seite einer Christin. Ich studierte ihre Seite und schaute auch weiterführende Links an. Ich las und las. Nach ein paar Tagen fasste ich Mut und wendete mich im Forum an zwei Gläubige. Ich schrieb, dass ich auf der Suche nach dem wahren Glauben sei und stellte ein paar Fragen. Da erhielt ich prompt eine Antwort – aber anders als ich erwartet hatte – der junge Mann fragte mich, warum ich auf der Suche war, denn wenn ich nur nach einer religiösen Zerstreuung suchte, wäre ich bei ihm falsch. Ok dachte ich, sehr ehrlich und direkt. Ich überlegte gut, bevor ich ihm antwortete, und er hat mir dann sehr viel seiner Zeit in Form von aufwendig geschriebenen Antwortmails geschenkt!

Durch den 2. Kontakt wurde ich im November 2009 zu einem Vortrag in der Christlichen Gemeinde Dornach eingeladen. Zu dieser Zeit las ich auch gerade in einer Broschüre vom Missionswerk Heukelbach über ein Gebet, mit dem man Jesus seine Sünden bekennen, ihn um Vergebung bitten und ihm sein Leben übergeben konnte. Ich erkannte, wie viele Verfehlungen es in meinem Leben gab und wie sündig ich vor Gott war. Ich wollte mein Leben Jesus übergeben und betete. Aber so richtig von Herzen überzeugt war ich wohl noch nicht, denn es änderte sich  nicht wirklich etwas in mir – es war wohl erst nur eine Kopf- aber noch keine wirkliche Herzensentscheidung.

Zur gleichen Zeit begann ich mit Glaubensgeschwistern regelmäßig die Bibel zu lesen und am Sonntag besuchte ich die Versammlung. Im Februar 2010 war auch mein Herz bereit und ich übergab Jesus mein Leben. In der Bibel steht: Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden! (2. Korinther 5,17) … ich war so glücklich, fühlte mich wie neugeboren und so erleichtert, dass der Herr für alle meine Sünden bereits bezahlt hatte und dass Gott mich nicht nur berufen hatte, sondern auch erwählt. Das tägliche Bibellesen, das Beten und die Gespräche mit Gott sind ein fester Bestandteil meines Lebens geworden.

Jetzt, nach einem Jahr kann ich sagen, dass ich durch Gottes Hilfe geduldiger und ruhiger geworden bin. Der Herr steht mir täglich bei, in Fragen der Erziehung meiner Kinder, in der Beziehung zu meinem Mann – nur mit Ihm, Jesus Christus, kann es wahres Gelingen im Leben geben. Ich habe bereits Gebetserhöhrungen erfahren dürfen und den Rückhalt der Christlichen Gemeinde in schwierigen Zeiten. Besonders dankbar bin ich, wenn Gott mich verwendet, wenn ich anderen Menschen von unserem Herrn Jesus erzählen kann und dabei erkennen darf, dass es auf die Gottesfurcht ankommt und nicht auf die Menschenfurcht. Etwas, wo ich hoffe, mit Gottes Hilfe noch sehr zu wachsen!Mein Mann liest nun übrigens auch mit bei unserem Hausbibelkreis – wie wunderbar!