Lebensberichte

Jesus Christus – die wichtigste Entscheidung in meinem Leben!

Hannelore:

Weil unsere Mutter meine zwei älteren Geschwister und mich nicht wollte, sind wir bei unseren Großeltern aufgewachsen. Materiell waren wir arm, aber ich war trotz der widrigen Umstände ein aufgewecktes  Kind, wurde eine gute Schülerin und war deshalb auch gern gesehen in den Familien meiner Mitschülerinnen.
Durch  eine solche Schulfreundin kam ich in die Jungschar, wo ich zum ersten mal hörte, dass Gott mich lieb hat und bei ihm die ärmeren Menschen besonders behütet sind.
Diese Botschaft, dass unser Vater im  Himmel mich liebt, glaubte ich einfach und begriff schon damals ein bisschen, dass wahrscheinlich dieser Gott dafür verantwortlich ist, dass ich nicht traurig war, oder böse auf meine Mutter, oder neidisch auf reichere Menschen.

So empfand ich meine Kindheit nicht als wirklich schlimm, aber als meine Freundinnen nach der Pflichtschule in höhere Schulen gingen, musste ich arbeiten gehen und  beschloss, Drogistin zu lernen. Die Lehre war hart und ich begann ein ziemlich gewöhnliches Leben, ging mit Männern aus und dachte kaum mehr über Gott nach. Sicher suchte ich nach Liebe und zog mit 20 Jahren viel zu rasch zu meinem  Freund. Als er dann noch den Wunsch nach einem Kind äußerte, war ich auch dafür bereit, doch musste ich schon bald feststellen, dass ich einen großen Fehler gemacht hatte, und ich trennte mich von ihm.

Über die Geburt meiner Tochter war ich trotz meiner Situation überglücklich und begann wieder zu beten und mein Leben ohne Mann, aber mit Gott zu leben, wie ich eben glaubte, dass es richtig sei. Auch beruflich ging nach der Karenzzeit alles ganz gut, ich wechselte wegen der besseren Arbeitszeit, als meine Tochter 8 Jahre alt war, in ein Büro und machte später eine Weiterbildung zur Buchhalterin. Unser Leben war materiell bescheiden, aber wir hatten uns lieb und kamen gut zurecht.

Eines Tages erzählte mir meine Arbeitskollegin, dass sie für mich einen Mann wüsste, einen gläubigen Mann. Ich habe natürlich „dankend abgelehnt“, denn ich wollte mir mein Leben nicht wieder von einem Mann durcheinander bringen lassen.  Aber eines Tages rief Alois einfach an, weil er erfahren hatte, dass seine Mutter mit ihren Freundinnen hinter seinem Rücken etwas einfädeln wollte. So lernten wir uns kennen, doch es lag keine einfache Zeit vor uns. Wir verstanden uns zwar auf Anhieb gut, aber Alois´ Glaube war für mich schwer zu begreifen. Wenn er von Heilsgewissheit sprach, dachte ich: „der ist aber überheblich“. Wenn Alois mir Bibelverse mailte, wusste ich oft nicht, was ich darauf antworten sollte. Stundenlang unterhielten wir uns über Gott, wie wir ihn jeder auf seine Weise erlebt hatten.

Eines Tages schenkte mir Alois eine Bibel und eine Broschüre mit dem Titel „Jesus, unsere einzige Chance“. Um mitreden zu können, begann ich eifrig zu lesen und auch wenn ich immer dachte, dass ich über Gott viel weiß, auch dass ich ohne ihn nicht leben möchte, so merkte ich doch allmählich, dass ich nie erkannt hatte, warum Jesus eigentlich am Kreuz gestorben war. Es dauerte ziemlich genau 9 Monate, bis ich begriff, dass Jesus auch für meine persönliche Schuld am Kreuz gestorben ist und ich trotz meiner sogenannten „guten Werke“ niemals rein genug für den Himmel sein werde (dass ich bei all meiner Gottesfurcht doch immer wieder sündigen werde und deshalb niemals vor Gott bestehen könnte).

Es war der 12. Juni 2001, an dem ich mich entschloss, von meinem eigenen Weg zu Gottes Weg (den  wir in seinem Wort, der Bibel, nachlesen können) umzukehren und Jesus mein Leben anzuvertrauen. Als ich im Gebet Gott um Vergebung bat für meine schlechten Gedanken, meine vielen Ausreden, meine Selbstgefälligkeit usw. fühlte ich einen Frieden in mir, den ich bisher nicht kannte. Die Gewissheit, dass Jesus Christus für meine ganz persönliche Schuld am Kreuz gestorben ist, und ich durch sein vollkommenes Opfer (und nicht durch eigene Werke oder Opfergaben) von Gott angenommen bin, war einfach unbeschreiblich, jetzt hatte auch ich die Heilsgewissheit, die Alois meinte.

Und auch wenn ich schon vor meiner bewussten Entscheidung für ein Leben mit Jesus nicht so belastende Gefühle wie Selbstmitleid, Hass oder Neid kannte (was ich immer als ein Geschenk empfunden habe), so änderte sich doch noch einiges in meinem Leben.

Mein privates Leben änderte sich am meisten dadurch, dass Alois und ich geheiratet haben, was naturgemäß nicht einfach ist, wenn zwei Familien plötzlich zusammengehören, die Schwiegereltern im Haus leben usw. Doch auch die größten Hindernisse und schwierigsten Umstände kann unser Herr Jesus ändern und gut machen, wenn wir sie vertrauensvoll im Gebet in seine Hände legen, das dürfen wir immer wieder neu erleben.

Auch beruflich wurde ich reich beschenkt, denn ich habe mit fast 49 Jahren eine neue Arbeitsstelle bekommen, wofür ich auch gebetet hatte, weil ich täglich viele Kilometer fahren musste und auch Veränderungen in der Firma nicht gut für mich waren. Mein neuer Job ist für mich eine echte Gebetserhörung.

Alois und ich dürfen immer wieder erfahren, dass unser Hochzeitsvers „Befiehl dem Herrn deinen Weg, ER wird es wohl machen“ (Psalm 37,5) Wirklichkeit sein kann, wenn wir Jesus Christus um Führung für unser Leben bitten!

Jesus Christus – die wichtigste Entscheidung in Deinem Leben!