Lebensberichte

Nur Jesus stillt den Hunger nach Leben!

Samuel:

28 Jahre, verheiratet mit Karola und Tochter Matea, Sozialpädagoge, wohnhaft in Sarajevo.

„Hunger ist mein Geburtsort im Land der Leidenschaften. Hunger nach Kameradschaft, Hunger nach Gerechtigkeit – nach Kameradschaft, die auf Gerechtigkeit gründet, und Gerechtigkeit, die aus Freundschaft kommt…“  Dag Hammarskjöld, ehemaliger Generalsekretär der UNO.

Dieser Hunger, den Dag Hammarskjöld hier beschreibt, hat mich mein bisheriges Leben begleitet. Eine Sehnsucht nach Freundschaft und Frieden – mit meiner Familie und mit meinen Freunden. Außerdem fühlte ich eine Sehnsucht nach Identität: Wer bin ich? Warum lebe ich? Für was setze ich mein Leben und meine Energie ein?

Im Laufe der Jahre machte ich immer wieder die Erfahrung, dass diese Fragen nicht nur mich sondern viele Menschen beschäftigen ….

Auf der Suche habe ich aber leider auch eine andere Erfahrung gemacht:
Die Menschen schaffen es nicht, diesem Wunsch nach Frieden und Freundschaft gerecht zu werden. Egal in welchem Umfeld ich war, in der Schulklasse, Familie, Freunde, das Ergebnis war meistens unbefriedigend. Meine Eltern hatten regelmäßig Streit, in der Schule gab es immer Außenseiter und Mobbing. Und so blieb in mir über die Jahre die Suche nach Antworten.
In meiner Kindheit wuchs ich mit den Ideen und Gedanken der Bibel auf. Gedanken über eben solche Themen wie Frieden, Liebe und Beziehung. Ich hatte logischerweise manchmal Schwierigkeiten, Zusammenhänge in der Bibel zu verstehen, aber eines wusste ich, dass es Gott gibt, einen Gott, der mich liebt und einen Plan für mich hat.
Erst als Jugendlicher verstand ich, dass Gottes Plan eine Lösung anbietet für die vielen zwischenmenschlichen Probleme, mit denen ich so oft konfrontiert wurde und die mich so frustirerten – eine Lösung für die Dinge, die bereits falsch gelaufen sind und sich nicht mehr verändern lassen und eine Lösung für die Dinge, die noch vor mir liegen. Die Lösung hat Gott den Menschen gegeben, durch eine Person: Jesus Christus.In meinem eigenen Leben aber auch in meiner Arbeit als Sozialpädagoge begegne ich ständig dem Thema Schuld. Jemand hat etwas falsch gemacht, etwas kaputt gemacht oder jemanden verletzt. Oft wollen wir die Sache klein reden, doch unser Gewissen klagt uns an.
Auch die Bibel sagt uns, dass wir für unser Verhalten bzw. unser Fehlverhalten verantwortlich sind. Aus Gottes Sicht bringt jedes Fehlverhalten Konsequenzen mit sich – Konsequenzen meinen Mitmenschen gegenüber, aber auch Gott gegenüber.
Gott macht in der Bibel klar, was wir brauchen zur Lösung aller menschlicher Probleme: Vergebung. Er selbst möchte uns vergeben und wünscht sich auch, dass wir uns gegenseitig vergeben.
Aber durch die Bibel verstand ich auch, dass sich Gott zugleich auch nach Gerechtigkeit sehnt. Darum muss es eine Lösung, eine Bezahlung für die Schuld jedes einzelnen Menschen geben. Gerechtigkeit erfordert nämlich eine Strafe für ein Vergehen. Gott hat bereits jemanden gefunden, der bereit ist diese Schuld zu tragen: Jesus, seinen eigenen Sohn.
Je mehr ich die Bedeutung dieser Botschaft verstehe, revolutioniert es mein Leben. In Jesus habe ich jemanden gefunden, der bereit war, für meine Fehler – meine Sünden – gerade zu stehen! Er möchte mir all die Schuld in meiner Vergangenheit vergeben und hat die Strafe dafür bereits bezahlt. Und Jesus möchte jetzt auch meine Gegenwart und Zukunft verändern. Er will mich anleiten, so mit den Menschen umzugehen, wie ich es mir in meinem Inneren immer schon gewünscht habe. Ein Umgang in Frieden und mit Freundschaft!
Und deshalb lese ich seit meiner Jugendzeit die Bibel, weil ich in ihr Antworten auf meine  existenziellen Fragen finde – Wer bin ich? Wofür lebe ich?
Ich finde Antworten, die mir Ruhe und Sicherheit geben, Antworten, die mich überzeugen.
Das Ergebnis meiner Entscheidung für Jesus ist ein Leben mit Qualität. Und genau das hat Jesus den Menschen auch versprochen: „Ich bin gekommen, damit sie Leben haben, und es in Überfluss haben.“ Johannes 10, Vers 10Jetzt als Erwachsener verfolgt mich die Sehnsucht nach Gerechtigkeit immer noch, mehr als je zuvor. Gerechtigkeit in politischen Themen wie der Bosnienkrieg, Gerechtigkeit den Tausenden von Menschen gegenüber, die jeden Tag verhungern, während wir in diesem Überfluss leben.
Aber auch Gerechtigkeit in meinem persönlichen Umfeld, alleinerziehende Mütter und deren Kinder, die sich nach ihrem Vater sehnen, jede Menge einsame Menschen in unserer Gesellschaft, die meinen Hunger nach Gerechtigkeit und Freundschaft ebenso verspüren.Mein Leben mit Jesus zeigt mir: Wenn ich mit Gott Frieden geschlossen habe, kann ich in meinem Einflussbereich ein Friedensstifter sein. Nicht jemand, der immer alles besser macht oder besser weiß (solche Menschen gibt es genug), sondern ein Freund, zu dem man gerne kommt, der den Hunger nach Gerechtigkeit und Freundschaft kennt und weiß, bei wem man ihn stillen kann.
Jesus spricht: Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Johannes 14, Vers 27